Schimmelbefall vermeiden

Schimmelbefall vermeiden – So geht’s:

Die Ursache für Schimmel ist zu hohe Dauerfeuchtigkeit. Besonders in Ecken und hinter Schränken treten sogenannte Stockflecken auf, welche nach einiger Zeit mit Schimmelpilzen überzogen sind.
Schimmel in der Wohnung gefährdet die Gesundheit – und kann nachhaltig die Bausubstanz schädigen. Daher sollte Schimmelbildung unbedingt vorgebeugt werden. Die Grundlage dafür: regelmäßiges und richtiges Lüften.
Dazu haben wir Ihnen wichtige Informationen und nützliche Tipps zusammengestellt. Wenn Sie noch Fragen rund um das Thema Schimmel haben, holen Sie sich am besten Rat vom Profi. Den Fachhändler in Ihrer Nähe finden Sie ganz einfach über das Suchfeld oben rechts auf der Seite.

Erfahren Sie, wie Sie dem Schimmel keine Chance geben:

Wie entsteht Feuchtigkeit in Wohnräumen?

Wohnräume werden ständig durch Feuchtigkeit beansprucht. Die Feuchtigkeit entsteht durch:

  • Neubaufeuchtigkeit als Ursache der Bauherstellung
  • Wasserdampf durch Haushalt und Körperpflege sowie die Feuchtigkeitsabgabe von  Menschen und Tieren
  • Wasser, das in Feuchträumen wie z. B. Bädern, Küchen, usw. anfällt
  • Reinigungswasser, Gießwasser und Wasser aus schadhaften Leitungen
  • Tauwasser auf den Innenoberflächen von Bauteilen (Schwitzwasser) oder im Innern der Bauteile durch Kondensation von Wasserdampf
  • Basierend auf Daten des Statistischen Bundesamtes wurde die „mittlere“ Feuchtigkeitsbelastung von  Wohnungen ermittelt und klassifiziert in verschiedene Haushaltsgruppen.
Haushaltsgruppe Kinderlos 1 Kind 2 Kinder mehr als 2 Kinder
Tägliche Feuchtigkeitsbelastung 8 Liter/Tag 12 Liter/Tag 14 Liter/Tag 15 Liter/Tag

Die Feuchtigkeitsbelastung führt nach bestimmten physikalischen Gesetzmäßigkeiten zur Tauwasserbildung (Schwitzwasser).

Die Ursachen für das Auftreten von Tauwasser sind:

  • nicht ausreichende Lüftung
  • nicht ausreichender Wärmeschutz der Außenwände
  • konstruktiv bedingte Mängel (Kältebrücken)
  • falsches Heizen, ungünstige Platzierung (nicht unter dem Fenster angeordnet)
  • unsachgemäßes Nutzerverhalten, falsch verstandenes intermittierendes Heizen

Welche Folgen hat zu hohe Dauerfeuchtigkeit in Wohnräumen?

Zu hohe Dauerfeuchtigkeit zeigt sich an folgenden Symptomen: 

  • Besonders in Ecken und hinter Schränken treten sogenannte Stockflecken auf, welche nach einiger Zeit mit Schimmelpilzen überzogen sind.
  • Fenster in Bad, Küche oder Schlafzimmer beschlagen, Fensterbrüstungen werden durchfeuchtet.

Was tun gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit?

Durch regelmäßiges und richtiges Lüften lässt sich zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum vermeiden. Lesen Sie, wie Sie Ihre Wohnräume richtig lüften:

Welche Lüftungsarten gibt es?

Selbstbelüftung

Alle Fugen und Öffnungen von drinnen nach draußen tauschen Luft aus, völlig passiv und selbsttätig. Fenster und Türen tragen dazu ebenso bei wie Mauerwerk, Decken und Böden. Das gilt in der Regel aber nur noch für ältere Häuser. Denn aufgrund des Dämmschutzes ist das Ziel aller Neubauten, eine möglichst dichte Gebäudehülle zu schaffen.

Dauerbelüftung

Dabei werden Fenster mit sogenannten Spaltlüftern oder speziellen Kippbeschlägen ausgestattet, die ständig geöffnet sind. Die Wirksamkeit – also der Austausch von Innenluft und frischer Außenluft – ist je nach Größe, Öffnungsart, Wetter und Temperaturdifferenzen sehr unterschiedlich. Ein ständiger Wärmeverlust während der Heizperioden ist dabei natürlich unvermeidbar.
 

Die Stoßlüftung

Dies ist ein minutenschnelles Durchlüften. Und sollte immer eine Zuglüftung sein. Denn: Wenn die Fenster sich dabei gegenüber stehen oder gar diagonal, ist diese Lüftungsart besonders schnell und erfrischend wirkungsvoll.

 
Mechanische Lüftung

Bei Räumen mit einem exakt vorgeschriebenen Luftaustausch werden elektrisch betriebene Lüftungsgeräte eingesetzt. Die mechanische Lüftung wird wegen ihrer Kosten im privaten Bereich kaum verwendet.

 

Welche Lüftungsart ist die Beste?

Völlig unzureichend ist die Selbstlüftung. Selbst nach zwei Stunden ist die Luft noch immer hygienisch bedenklich. Um eine „ausreichende“ Selbstbelüftung zu erzeugen, müsste wirklich ständig der „Wind durchs Haus pfeifen“. Mit der Gemütlichkeit wär’s dann vorbei.
Die Dauerbelüftung braucht mehr als eine Stunde, bis der Mensch wieder frisch durchatmen kann. Das ist also eine richtige Sommerlüftung, wenn es draußen so warm wie drinnen ist. Im Winter dagegen führt die Dauerlüftung zu empfindlichen Wärmeverlusten, da sich alles – Wände, Decken, Möbel – entsprechend abkühlt und immer wieder aufgeheizt werden muss.


Die Stoß- oder Zugbelüftung schneidet ganz deutlich am besten ab

Schon nach fünf Minuten ist die Luft wieder erträglich – nach zehn Minuten ist die Luft praktisch komplett ausgetauscht. Der Durchzug ist deshalb im Winter die einzige richtige Belüftung, weil sich in fünf oder zehn Minuten natürlich nicht Wände, Decken und Möbel abkühlen, sie behalten weitgehend ihre Eigentemperatur. Damit entfällt das erneute „Aufheizen“. Werden die Fenster geschlossen, erwärmt sich der Raum entsprechend schnell wieder. Die Stoßlüftung spart – bei gleicher Luftwechselmenge gegenüber Dauerbelüftung – Heizenergie.

Empfehlung: 5 bis 6 mal über den Tag verteilt mind. 5 Minuten Stoßlüften

Oft gibt es im Keller das Problem, dass es dort - obwohl gut gelüftet wird - feucht ist und muffig riecht. Woran liegt das? Jeder kennt das Phänomen: Eine Jacke, die an einem schwülen Sommertag über Nacht auf dem Balkon liegt, ist am nächsten Morgen klamm und feucht. Ein Pullover, der in einer frostig kalten Winternacht auf dem Balkon liegen bleibt, ist am andern Tag zwar kalt, aber "knochentrocken". Dieses Gedankenspiel der feuchten Wärme und trockenen Kälte hilft uns beim Kellerlüften.

Was passiert im Sommer?

Die Außentemperatur liegt bei +25 Grad, die relative Luftfeuchtigkeit außen liegt bei 80%. Ein m³ Luft trägt dann 18,5 Gramm Wasser. Kommt diese Luft in den Keller und wird auf +18 Grad abgekühlt, kann diese Luft noch max. 15,4 Gramm Wasser/m³ tragen. Die Raumluft muss 3,1 Gramm Wasser/m³ ausstoßen. Der Dampf kondensiert, der Keller wird feuchter je mehr man lüftet.

Was passiert im Winter?

Die Außentemperatur liegt nun bei -5 Grad, die relative Luftfeuchtigkeit außen liegt ebenfalls bei 80%. Ein m³ Luft kann jetzt nur 2,6 Gramm Wasser tragen. Kommt diese kalte, trockene Luft in den Keller und wird auf +16 Grad erwärmt, kann sie maximal 13,7 Gramm Wasser/m³ tragen. Rechnerisch kann diese Luft 11,1 Gramm Feuchtigkeit aufnehmen. Der Keller wird also trocken.

Grundsätzlich gilt:

Im Sommer lüftet man einen Keller feucht, im Winter trocken. Natürlich muss man auch im Sommer mal das Fenster im Keller öffnen, aber man muss sich bewusst sein, dass dadurch auch Feuchtigkeit in den Keller kommt.

Frischluft, Sicherheit und Energieeffizienz:

Mit den Lüftungshelfern von Weru ist richtiges Lüften ganz einfach und kormfortabel. Informieren Sie sich über unsere Lüftungssysteme.

Fach
händler
finden

Downloads

Mit Lüftungsfenstern von Weru sind Sie auf der sicheren Seite – Erfahren Sie mehr im Katalog!
Fensterbuch

Zuschuss für neue Fenster und Türen

Jetzt öffentliche Fördermittel finden!
Online-Abfrage starten

Lexikon

Blicken Sie durch rund Fenster und Türen – bewegen Sie die Maus über einen Begriff, um sich die Erklärung anzeigen zu lassen.

Tauwasser

Tauwasser (oder Kondensation) entsteht, wenn die Luft durch Abkühlung nicht mehr in der Lage ist die ursprüngliche Menge Wasser zu speichern. Damit Tauwasser entsteht müssen zwei Voraussetzungen gegeben sein:

 

• Die Scheiben müssen außen kälter sein als die umgebende Außenluft.
• Die Außenluft...

mehr